Das Team der Wohngruppe Hof Brunnegg arbeitet nach dem lösungsorientierten Ansatz.
Das lösungsorientierte Modell- auch als lösungsorientierter Ansatz bezeichnet- wurde von Steve de Shazer, einem renommierten Psychotherapeuten und seiner Frau Inso Kim Berg in Milwaukee, Wisconsin (USA) begründet. Die beiden leiteten 1978 ein Kurzzeit-Familien-Therapie-Zentrum und führten mit ihrem Team tausende von Therapiegesprächen, die sie mittels Videoaufnahme genau analysierten. Dabei konnten sie beobachten, dass die Theorien, die sie an der Universität gelehrt hatten, nicht dem von ihnen erwarteten Verhalten ihrer Klientel entsprach. Sie erkannten, dass sich jede Person ihre eigene Wirklichkeit konstruierte und nach deren Schlüssen lebte. Daraufhin entwickelten sie Jahre später das lösungsorientierte Therapiemodell, wobei sie sich stark von den durch sie begleitenden Menschen leiten liessen. Quintessenz dieses Modells war die Erkenntnis bzw. das Bewusstsein, dass Lösungen entstehen, die von der Klientel selbst entwickelt werden und nicht von den beratenden Personen. Ihr Leitgedanke besagt zudem, dass die Lösung eines Problems nichts mit dem Problem selbst zu tun haben muss. Es ist nicht unbedingt notwendig, das Problem im Detail zu verstehen und zu analysieren, um gute Lösungen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln (Prinzip der Trennung von Problem und Lösung).
Dieser Ansatz verbreitete sich in den letzten Jahren auch in anderen Bereichen wie beispielsweise in der Pädagogik. In unserer pädagogischen Arbeit leben wir eine lösungsorientierte Haltung. Ganz im Sinne des Zitats von Steve de Shazer :
"Wenn es funktioniert – mach mehr davon.
Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann mach etwas anderes."
„Habe Verständnis für die Interessen und Meinungen des Gegenübers, auch wenn du nicht mit allem einverstanden bist."
In diesem Sinne ist mir bei der Arbeit mit Jugendlichen sehr wichtig, Offenheit und ehrliches Interesse am Gegenüber zu zeigen, dennoch stets authentisch und sich selbst zu sein.
Jasmin Zimmermann, Sozialpädagogin, Betriebsleitung
Ein grosses Anliegen in der Arbeit mit jungen Menschen ist mir der Raum für Individualität. Meine, deine, die des anderen. Sie soll Platz haben!
Die stetige Weiterentwicklung im Sinne der Jugendlichen steht im Zentrum meines Handelns.
Lisa Studer, Sozialpädagogin, Betriebsleitung Stv
„Nichts bleibt wie es ist. Was zählt ist immer nur der nächste Schritt.“
Für die uns anvertrauten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es nicht immer einfach, den nächsten Schritt zu gehen, sei er auch noch so klein. Ich sehe es als meine Aufgabe als Begleitperson, den Fokus immer wieder schonungslos ehrlich auf die unverhandelbaren Bedürfnisse zu richten und Ressourcen so zu aktivieren, dass Erfolgserlebnisse zum Alltag werden. Damit sich schrittweise und mit der Zeit der Mut einstellen darf, ganz neue Wege zu beschreiten.
Carolin Schammer, Ergotherapeutin, Mitarbeiterin Betreuung
„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen." (Aristoteles)
In der Arbeit mit den jungen Menschen ist es mir wichtig die Segel so zu setzen, dass sie Unterstützung erfahren, ihre eigene Identität zu entwickeln, ihre Stärken zu erkennen und ihre Fähigkeiten zu verbessern. Um zu erreichen, dass sie Kontrolle und Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen, auch wenn es Gegenwind gibt, möchte ich ihnen mit grösster Wertschätzung entgegenkommen und ihnen einen sicheren Hafen bieten.
Marina Schulz, Sozialpädagogin, Mitarbeiterin Betreuung
„Die Gedanken, die wir uns auswählen, sind die Werkzeuge, mit denen wir die Leinwand unseres Lebens bemalen.“ (Louise Hay)
Der Mensch steht im Zentrum. Verständnis, Geduld und Empathie, das sind meine Werkzeuge, die ich täglich gebrauche. Begegnung auf Augenhöhe, positive Bestärkung und ressourcenorientiertes Arbeiten sind ein wichtiger Bestandteil meiner Betreuungsarbeit.
Danilo Keller, Fachmann Betreuung, Mitarbeiter Betreuung
„Das habe ich noch nie gemacht, also geht es sicher gut." (Pippi Langstrumpf)
In der Begleitung der Jugendlichen, ist es mir wichtig, sie zu motivieren, immer wieder Neues auszuprobieren und in einem für sie möglichen Mass, regelmässig ihre Komfortzone zu verlassen.
Mona Rütten, Sozialpädagogin, Mitarbeiterin Betreuung
„…und was, wenn es möglich ist?"
Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit ist mir sehr wichtig, der Berufseinstieg ist ein Schlüssel dazu. Es macht mir Freude, Jugendliche in der Übergangsphase ins Berufsleben zu unterstützen und ihnen eine verlässliche und engagierte Bezugsperson zu sein.
Iris Selvaratnam, Jobcoach